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Seit Mitle 1966 bescMftigt sich der Verfasser intensiv mit Projektsteuerung. Dabei stand in den ersten 10 Jahren dieser Periode die Erforschung und Entwicklung der Netzplantechnik samt ihrer Verbreitung im Vordergrund. Die Erwartungshaltung in Wirt schaft und Verwaltung, die sogar Top-Manager zurOck auf die Schulbank brachte war jedoch Oberzogen. Sie hat der soliden Weiterentwicklung eher geschadet als genOtzt. Denn auf die ersten euphorischen Einsatze folgten ROckschlage, die vermeidbar gewe sen waren: - Die Netzplane wurden durch zu starke Detaillierung aufgeblaht und dadurch un Obersichtlich und zu teuer. - Der Einflul1 der laufenden Projektanderungen wurde unterschatzt oder vernachlas sigt; Plane ohne Aktualisierung werden aber rasch unbrauchbar. - Es stand in den Bauamtern und Baufirmen kein entsprechend ausgebildetes Fach personal zur VerfOgung, das vor allem zur Durchsetzung der Ablaufplane erforderlich gewesen ware. - Die damaligen Computer und die EDV-Programme waren den Erfordernissen eines schnellen Dialoges und dem Handling grol1er Datenmengen nicht gewachsen. Auch Streitigkeiten unter den Experten haben keinen positiven Einflul1 gebracht und der Projektsteuerung insgesamt geschadet. Dennoch hat diese erste Epoche der Netzplantechnik zwei besonders positive Aspekte mit sich gebracht: 1. Eine FOlie von Publikationen entstand aus der Sturm- und Dranghaltung heraus fOr diese Innovation, die zu grOndlicherer Planungsarbeit, zu mehr Arbeitsvorbereitung und fOr mehr Information und Kommunikation im Bauablauf gesorgt hat. 2. Die Netzplantechnik und dazu verwandte Methoden aus der Systemtechnik und Op timalplanung haben einen festen Stellenwert in der Ausbildung des Ingenieur- und Technikernachwuchses erhalten.