Wirtschaftsprueferhaftung Gegenueber Dritten in Deutschland, England Und Frankreich

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Wird ein Wirtschaftsprufer mit der Prufung eines Unternehmens beauftragt - z.B. mit einer aktienrechtlichen Pflichtprufung, so ist offensichtlich, dass er seinem Auftraggeber wegen Vertragsverletzung auf Schadensersatz haftet, wenn er bei der Durchfuhrung der Prufung die Sorgfalt eines ordentlichen Wirtschaftsprufers verletzt, ein unrichtiges Gutachten vorlegt und dadurch einen Schaden seines Auftraggebers herbeifuhrt. Wie liegt es, wenn das unrichtige Gutachten in die Hand eines Dritten gelangt? Steht dem Dritten ein Schadensersatzanspruch gegen den Wirtschaftsprufer zu, wenn das Gutachten die Lage des gepruften Unternehmens zu Unrecht als rosig darstellt und der Dritte im Vertrauen auf das Gutachten nunmehr Dispositionen getroffen, also z.B. als Kreditgeber dem gepruften Unternehmen einen Kredit gewahrt oder als Investor Anteile des gepruften Unternehmens erworben hat? Dies ist die Kernfrage, mit der sich diese Arbeit beschaftigt. Sie behandelt das deutsche, englische und franzosische Recht und legt auf dieser Basis Vorschlage zur Fortentwicklung des deutschen und europaischen Rechts vor.