Der Bauernverband in Der Krise: Ein Beitrag Zur Politikwissenschaftlichen Neubestimmung Gruppenkollektiven Verhaltens

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In der vorliegenden Studie wird eine theoretische Neubestimmung bauernverbandlicher Politik vorgenommen. Es geht um die Frage, wie sich der Bauernverband im Anpassungsprozess verhalt, ob er den strukturellen Wandel zu Lasten kleinerer Betriebe unterstutzt oder sich dagegen stemmt. Nachweislich unterhalt der Verband zu Regierung und Burokratie ebenso kooperative Beziehungen wie zu den Kontrahenten am Markt. Statt die Interessen der Mitglieder gegenuber Staat und Genossenschaften konsequent zu vertreten, wirbt die Verbandsspitze bei der Basis um Verstandnis fur Sachzwange. Die theoretische Einordnung der Bauernverbandspolitik erfolgt auf dem Hintergrund der Korporatismus-Debatte. Der Verband funktioniert im Agrarsektor als Ordnungsmacht - eine Interessenvertretung von Gross- und Wachstumslandwirten und fur diese. Einheit und Stabilitat des Verbandes sind zwar gegenwartig nicht bedroht. Dies konnte sich allerdings schon bald andern.